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PISA 2025: Sinkende Leistungen verlangen Klartext statt beschönigender Mitteilungen

Bern einfach, Folge vom 08.09.202611:38–17:38 · 6 Min.

Meinung von Bern einfach · verdichtet vom Redaktor

Die Ergebnisse der PISA-Erhebung zeigen, dass die Leistungen der Schweizer Schülerinnen und Schüler zurückgehen. Die amtliche Medienmitteilung betont dagegen die Position über dem OECD-Durchschnitt, der selbst sinkt. Nötig wären eine offene Darstellung der Lage und ein Ende der ständigen Reformen.

Der Vergleich mit einem sinkenden Durchschnitt taugt nicht als Massstab. Entscheidend ist, ob die Leistungen in absoluten Zahlen gut sind, und sie gehen in mehreren Bereichen zurück. In den Naturwissenschaften ist der Rückgang gering, im Lesen deutlich stärker.

Die Schweiz hat eines der teuersten Bildungssysteme der Welt, auch kaufkraftbereinigt, und es wird laufend teurer. Gleichzeitig wird ständig reformiert. Wenn die Ergebnisse trotz dieser Reformen schlechter werden, spricht viel dafür, dass es sich um Verschlechterungen handelt. Auffällig ist, dass die Ergebnisse dort besser sind, wo Leistung klar messbar ist; Instrumente wie das Diktat wurden abgeschafft, womit die Leistungsmessung im Sprachbereich schwächer wurde.

Das zuständige Departement sollte die Tatsachen benennen, statt die Ergebnisse zu beschönigen. Ein ehrlicher Titel der Medienmitteilung würde den Rückgang klar ausweisen und den politischen Druck erzeugen, den es für Verbesserungen braucht. Da der Bund künftig ein Staatssekretariat für Bildung führt, ist diese Verantwortung umso grösser.

Die Entwicklung in Deutschland ist eine Warnung: Ein einst sehr starkes Bildungssystem gehört heute zu den schwächeren, nach vielen Reformen. Es ist Aufgabe der bürgerlichen Politik, diesen Weg nicht zu wiederholen.

Wir müssen in absoluter Zahl gut sein.
aus der Sendung, 13:25 · Anhören
Vielleicht sind das schlechte Reformen.
aus der Sendung, 13:58 · Anhören
Nicht auf schwur.ch
  • Staatssekretariat für Bildung Gremium
  • Erziehungsdirektorenkonferenz Organisation

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