Debatte über Extremismus: Frank A. Meyer kritisiert einseitige Empörung
Bern einfach, Folge vom 09.09.202615:22–18:04 · 3 Min.
Meinung von Bern einfach · verdichtet vom Redaktor
Frank A. Meyer hält nichts von der AfD, sieht im Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt aber einen demokratischen Vorgang. Er hält es für falsch, die Partei als nationalsozialistisch darzustellen, und vermisst dieselbe Empörung gegenüber dem linken Extremismus.
Nach seiner Einschätzung handelt es sich um eine rechtspopulistische Partei, wie man sie auch in der Schweiz kennt. Diese Einordnung deckt sich mit der Beobachtung von Christoph Blocher, dass sich Programmpunkte der AfD an jenen der SVP orientieren.
Meyers zweiter Punkt betrifft die Maßstäbe der Debatte: Beim Extremismus am linken Rand bleibe die Empörung begrenzt, während gleichzeitig weit rechts stehende Kräfte scharf verurteilt würden. Das ist bemerkenswert, weil sich die Aufregung damit sehr ungleich verteilt.
Meyer war lange ein harter Kritiker der SVP und von Christoph Blocher. Unter dem Eindruck der Migrationsentwicklung in Deutschland hat er seine Positionen deutlich verschoben. Dass ein Journalist seine politische Haltung ändern kann, spricht für ihn.
Es sind gerechtspopulistische Partei wie man sie in der Schweiz auch kennt.
Was schwur.ch dazu hat
- GremiumSVPDie SVP wird als Vergleichsmassstab zur AfD genannt.
- PersonMagdalena Martullo-BlocherMeyer hat sich anerkennend über Magdalena Martullo-Blocher geäussert.
- Christoph Blocher Person
